Malen

Und dann
Auf die Straße
Laufen

Mich verwundert umdrehen
Mich unter Bäumen wiederfinden


Und dann die Blicke spüren
Und dann in meine Hände sehen

Die Glassplitter

Mein Gesicht
Das ich in meine
Hände
Stütze
Die Glassplitter
Die mein
Gesicht
Zerschneiden
Meine Augen
Die
Eure
Blicke spüren

Und dann
Finde ich mich
Auf der Straße wieder
In Schluchten von Straßen

Immer wieder
Immer wieder

Auf dieser Seite wird eine Auswahl von Gedichten
aus meiner Anthologie
 “Du hast geschrien im Schlaf”
veröffentlicht.

2004 In Bewegung
1986 Die rote Liege
1986 Wegen Ueberfuellung geschlossen
1987 Die Begruessung
2002 Am Fenster
1996 Beobachtung
1991 Die Treppe
2008 Winds of Change

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Und

Am nächsten Abend
Die Dämmerung
Erste Lichter
Verscheuchen die Gedanken

Tag zerronnen
Der nächste Abend

Tag vergessen
Der nächste Abend

Tag überstanden
Der nächste Abend

Steig’ ich ins Karussell
Aus
Dem
Es kein Entrinnen
Gibt

5 Minuten später
5 Minuten früher

Minuten Stunden Sekunden

Und danach?

Sandkorn im Auge
Kugel im Herz
Die vertraute Umgebung fremd
Geworden

Bewusstsein

Irgendein Datum
Das Du nicht entschlüsseln
Kannst

Steinchen im Schuh
Glassplitter in der Haut
Schlaf in der Wahnsinnsstadt

Kind mitten
Im Verkehrsgewühl
Verloren

Weint

Der Alte sucht mitten
Unter den Tanzenden
Seine Brille

Verdrehte Buchstaben
Eine geschwollene Zunge
Eiskalte Großstadt
Tot Verlassen Dreckig

132 Treppenstufen im Turm
Eisglatt
Kalt das Treppengeländer.

Schweißnasse Hände.

Die Feder als Waffe?

Lachhaft

Stumpf geworden verborgen ohne

Tinte

Schmeiß‘ ich doch weg

Nichts in Händen

Guck‘ sie Dir an

 

Ich halt mir die Ohren

Zu mit diesen

Händen

So nüchtern

So verdammt nüchtern

Zu sehen

 

Und sie werden reden

Und sie werden alles wissen

Besser wissen

Die Logik voraussehen

Und lächeln

Selbstgefällig

So verdammt selbstgefällig

Ohne Bewusst-Sein

 

Aber vergesst nicht:

 

Die Schreie von

Den Wänden

Zu kratzen –

 

Sonst

Ist die Wohnung

Nicht mehr

Vermietbar!